Göttinger Brief

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In eigener Sache

Der Göttinger Brief, Druckausgabe Nr. 1 vom Juli 2005.

Ein Göttinger Informationsdienst, der in regelmäßigen Abständen eine Internetinformation, mit welchem Hintergrund oder welchen Hintermännern wissen wir nicht, herausgibt, bezeichnete uns kürzlich als Blatt mit millionenschwerem Hintergrund. Wäre dem so, hätten wir wahrscheinlich ganz andere Ambitionen, als nur über das zu berichten, was uns nicht gefällt und aufstößt und das unabhängig von jeder Parteipolitik. Wir sind weder auf dem rechten noch linken Ohr taub, und es macht uns einfach Spaß zu schreiben. Das gefällt anscheinend vielen nicht. Wir versuchen, nicht nur eine einseitige Klientel zu bedienen, sondern die verschiedensten Themen aufzugreifen.

Der Göttinger Brief wurde als Idee von Bernd Lemensiek als Meinungsmagazin initiiert, um aktiv auf Missstände in Politik und Wirtschaft hinzuweisen, und dadurch im Interesse der Bürger - wie der Initiator ja selbst ein Bürger ist - ein Umdenken bei den politischen Entscheidern zu bewirken. Dazu erhielt der Göttinger Brief etwas Geld für den Start, sowie Gerätschaft und außerdem die Mithilfe eines freischaffenden Künstlers aus Leipzig. Gleichwohl schreiben wir, die wir aus ganz unterschiedlichen Branchen, Berufs- und Interessenfeldern kommen, für unsere Leser. Wenn wir jemanden finden, der unsere Arbeit unterstützt, dann ändert das nichts am Inhalt und der Zielrichtung unserer Artikel, sondern nur an der Auflagenzahl.

Wirtschaftlich ist es für uns nicht einfach zu existieren, so dass wir schon darauf angewiesen sind, hier und dort einmal ein paar Euros einzutreiben. Das bringt uns aber keineswegs dazu, für eine bestimmte Interessengruppe Zeitung zu machen. Wir haben weder millionenschwere Verlegerfamilien im Hintergrund noch Millionenerben, die uns bezahlen. Weder Parteien, Kirchen, Gewerkschaften noch andere Interessengruppen agieren im Hintergrund. Wir leben lediglich davon, dass wir Spendengelder erhalten, die nicht einmal steuerlich absetzbar für die sind, bei denen wir sie erbitten.

Da, wie Herr G. Schäfer schon richtig darstellt, es bei uns bisher keine Anzeigen gibt und auch das Magazin in der Regel kostenlos abgegeben wird, sind für unsere zwei Ausgaben bisher, einschließlich der Kosten und der Aufwendungen der Redakteure, nicht einmal 4000 Euro ausgegeben worden. Wir werden unbeirrt weiter schreiben. Durch polemisch formulierte Behauptungen und Verleumdungen lassen wir uns davon nicht abhalten. Es sei jedem ans Herz gelegt, den Göttinger Brief aufmerksam zu lesen und sich anhand der verschiedenen Artikel ein eigenes Bild zu machen. Der positive Rückhall und die durchweg positiven Antworten, die wir jeden Tag aufs Neue erfahren, geben uns die Kraft, so weiter zu machen wie bisher.

Sicher, auf der einen Seite hat es uns geehrt, dass ein Internetmagazin den Göttinger Brief zum Titelseitenthema macht. So war in kurzer Zeit unsere Druckausgabe vergriffen und auch die Zugriffe im Internet haben sich deutlich verstärkt. Doch sind wir keinesfalls links-alternativ, verstehen auch nicht, warum uns dies vorgeworfen wird, unser Publikum ist mehr der Bürger. Wir recherchieren und veröffentlichen, um nach bestem Wissen und Gewissen aufzuklären, und hoffentlich haben manche unserer Artikel dazu beigetragen, dass die Stadt nicht gedankenlos zerstört wird von einem milliardenschweren Investment, welches die Strukturen der Stadt und der Seitenstraßen nachhaltig zerstört.

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